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Elektronische Nockensteuerungen

Gibt es einen Ersatz für nicht mehr produzierte Geräte (LOCON 32-HC, LOCON 32-PM, ...)?

1. Austauschvariante mit LOCON 24:

Um ein Austauschgerät anbieten zu können, benötigen wir die Angabe des vorher verwendeten Gebertyps (absolut parallel oder inkremental...), die Geberauflösung, die Totzeittyp (bit- oder blockweise - im Zweifel ist bitweise die flexiblere Variante) und die Anzahl der genutzten Ausgänge.

Hinweis: Die Standardausführung der Bedienfront hat die Schutzart IP54. Benötigen Sie die Schutzart IP65 (wie LOCON 32-HC), so kann diese optional bestellt werden.

2. Austauschvariante mit LOCON 100 / LOCON 200:

Grundsätzlich muss im Ersatzfall eines nicht mehr produzierten Gerätes IMMER folgendes geklärt werden: (Beispiel in kursiv)

  • Welcher Geber wird an der Nockensteuerung (NS) eingesetzt (16 maximale Eingänge → Anzahl der Gebereingänge → bei INK mind. 2, bei absolut → Anzahl Spuren = Anzahl Eingänge)

Es wird ein TA58-O360-GYE eingesetzt → 9 Spuren = 9 Eingänge

  • Welche sonstigen Pins sind genutzt (z.B. bei INK Geber Clear+ und/oder Clear- → Anzahl Eingänge +1 oder +2)

Keine → + 0 Eingänge

  • Ist der Prog.Enable beschaltet (wenn ja → Anzahl Eingänge +1)

Ja. → +1 Eingang

  • Ist die externe Programmanwahl beschaltet? Wenn ja, wieviel Programme? (Anzahl Eingänge +2 ... +7)

Ja, bis Programm 8. Dazu sind 5 Pin's notwendig → +5 Eingänge.

Je nach Anzahl entscheidet sich hier, ob ein LOCON 100 bzw. ein LOCON 200 eingesetzt werden kann. Ist die Anzahl kleiner 16 geht LOCON 100 oder LOCON 200. Ist die Anzahl der benötigten Eingänge > 16, dann muss ein LOCON 100 eingesetzt werden, sofern die Anzahl der Eingänge ohne die externe Programmanwahl kleiner 16 ist. 9 Gebereingänge + 1 Prog.Enable Eingang + 5 Programmeingänge = 15 Eingänge gesamt. Es kann entweder ein LOCON 100 oder ein LOCON 200 eingesetzt werden.

Bestimmung wieviel Erweiterungsmodule (LOCON 100-A32 oder LOCON 200-IO8) eingesetzt werden müssen:

  • Ist das RunControl-Relais beschaltet? Wenn ja → Anzahl Ausgänge + 1

Ja. + 1 Ausgang für RunControl

  • Wieviele Ausgänge werden an der Nockensteuerung genutzt? → Anzahl der verbleibenen Ausgänge der Basis (LOCON 100 + LOCON 200) = 16 - Anzahl Eingänge

Es werden 32 Ausgänge benutzt. → Gesamt = 1 + 32 = 33 Ausgänge. Hier könnte jetzt entweder ein LOCON 100 (1 Ausgang) mit einer LOCON 100-A32 Erweiterung (=32 Ausgänge) ODER ein LOCON 200 (1 Ausgang) + 3 x LOCON 200-IO8 (jedes hat 8 Ausgänge = 32 Ausgänge) eingesetzt werden.

Grundsätzlich ist die Variante LOCON 200 + LOCON 200-IO8 zu favorisieren, da bei dieser Konstellation die Zykluszeiten kleiner sind als beim LOCON 100.

Welches TERM zum Einsatz kommt ist prinzipiell egal. LOCON 100 & LOCON 200 wird unterstützt von TERM 6, TERM 24 & TERM 32 in teilweise eingeschränktem Umfang. Deswegen sollte die Parametrierung und Konfiguration grundsätzlich immer mit WINLOC 32 erfolgen und der Betrieb mit den erwähnten TERMs stattfinden.

Wie verbindet man ein LOCON mit der RS232 Schnittstelle (COM Port) am PC?

Die anzuschließende Nockensteuerung muss über eine RS232-Schnittstelle verfügen, damit die unten beschriebene Vorgehensweise funktioniert. Ob das Gerät eine 232-Schnittstelle besitzt erkennt man daran, dass entweder in der Artikelbezeichnung ein "232" auftaucht oder dass das Gerät zwischen 485(DICNET)↔ 232 umschaltbar ist.

Am PC COM Port befindet sich ein 9poliger D-Sub Stift Anschluss mit der Belegung:

PIN 2 - Rx (vom PC aus gesehen)

PIN 3 - Tx (vom PC aus gesehen)

PIN 5 - GND

Beispiel:

Am LOCON16/17 ist am X2

PIN 26 - GND

PIN 27 - Rx 232 (vom LOCON aus gesehen)

PIN 28 - Tx 232 (vom LOCON aus gesehen)

Allgemein muss also immer der Rx des PC's mit dem Tx des LOCON's verbunden werden und der Tx des PC's mit dem Rx des LOCON's.Der GND ist auch immer mit aufzulegen. Gibt es kein gesondertes Signal "AP-GND, RS-GND" oder ähnliches, so wird der "normale" GND verwendet.

Für das obige Beispiel ergibt sich die Kabelbelegung:

LOCON16/17 X2 PIN26 ↔ PC PIN5

LOCON16/17 X2 PIN27 ↔ PC PIN3

LOCON16/17 X2 PIN28 ↔ PC PIN2

Hinweis: Ggf. vorhandene blaue Brücken zwischen den Signalen "DICNET-/Rx" ↔ "R-" und "DICNET+/Tx" ↔ "R+" müssen entfernt werden.

Wie setzt man LOCON 90, LOCON 100, LOCON 100-PB, LOCON 200, LOCON 200-PB, ROTARNOCK 100 oder ROTARNOCK 100-PB in den Auslieferungszustand (Reset)?

Um das Gerät in den Auslieferungszustand setzen zu können, muss das Gerät mit einem PC verbunden sein und die Programmiersoftware WINLOC32 laufen. Es spielt dabei keine Rolle, ob das Gerät über die RS232 Schnittstelle oder über DICNET und einen DICADAP3 mit dem PC verbunden ist. Um die Prozedur zu initiieren, muss das Gerät die Einschaltmeldung bringen (Das Beispiel zeigt ein LOCON 100 mit einer Erweiterung LOCON 100-A32 mit DICNET Kommunikation, konfiguriert als Timer mit einem Zählbereich von 16.):

L100-48(48)-T16-485(DICNET) V3.4 Nun in WINLOC 32 mit einem "Linksklick" hinter das letzte Zeichen den Cursor setzen und über die Tastatur"STRG/CTRL" gedrückt halten und "i" tippen.

Es folgt die Sicherheitsabfrage:

Reset configuration to Defaultvalue and clear all programmed data (Y/N)? N

Diese Abfrage muss innerhalb von 3 Sekunden mit "y" bestätigt werden und es folgt eine weitere Sicherheitsabfrage:

Cancel operation (Y/N) N

welche mit "n" zu bestätigen ist. Ist die Eingabe richtig befolgt worden so erscheint im Terminalfenster:

Clear EEROM 0H-1fffH ...............................
Restart
L100-48(48)-S4096-485(DICNET) V3.4 ok
(Error: 108)

Damit wurde das Gerät in den Auslieferungszustand zurückgesetzt. Der Error108 ist ggf. normal, da das Gerät einen 4096'er SSI Geber erwartet, der möglicherweise nicht angeschlossen ist und deswegen einen Timeout verursacht.

Hinweis: Nach einem Reset muss die optionale LOGIK - Funktion erneut freigeschaltet werden.Bei den Geräten LOCON 100 & LOCON 200 kann die Schnittstelle (RS232 oder DICNET) über ein Konfigurationsfile eingestellt werden. War vorher "DICNET" softwaremäßig konfiguriert, so ist die Schnittstelle auf RS232 zurückgesetzt.

Wie aktiviert man die Logikfunktion bei LOCON 100-PB, LOCON 200, LOCON 200-PB, ROTARNOCK 100 oder ROTARNOCK 100-PB ?

Um die optionale Logikfunktion freischalten zu können wird ein "Freischaltcode" ("key") benötigt. Diesen können Sie bei uns oder über Ihren Vertriebspartner erwerben. Bei der Bestellung wird die Seriennummer des Gerätes benötigt, welches um diese Funktion erweitert werden soll. Bei LOCON 100-PB, LOCON 200 oder LOCON 200-PB ist nur die Seriennummer des Basismodul anzugeben. Die Logikfunktion wird bei allen Erweiterungen automatisch mit aktiviert. Der Freischaltcode wird Ihnen per Email zugesandt.

Das um die Logikfunktion zu erweiternde Gerät muss mit dem PC verbunden sein und sich in WINLOC 32 melden.

Mit einem Klick auf das Menu Extras → Product Option Activation öffnet sich ein Fenster zur Aktivierung.

In der Zeile Device ID wird die DICNET-ID eingetragen. Bei einer Verbindung über RS232 bleibt dieser Wert auf "0".

Mit einem Klick auf read serial number wird die Seriennummer des Gerätes ausgelesen und angezeigt (dies ist auch gleichzeitig ein Test, dass die Verbindung Nockensteuerung↔PC funktioniert).

In der Zeile Activation key wird der Freischaltcode eingetragen. Angefangen wird hinter dem "-".

Abschließend auf Run klicken. (Bei einem Fehler kommt es zum "Returncode=4")

Eine erfolgreiche Freischaltung wird mit Options activated bestätigt. Desweiteren erkennt man die Freischaltung an den Zeichen LG in der Einschaltmeldung, z.B. bei LOCON200:

L200-16-S4096-H-LG-232 Vx.x

Nun können die Logikfunktionen genutzt werden. Im Uploadfenster unter "Logik" kann durch Rechtsklick eine Funktion definiert werden.

Hinweis: Nach einem "Clear all" muss die Logikfunktion erneut freigeschaltet werden.

In der Kategorie Handbücher des Downloadbereiches ist eine Anleitung mit Screenshots mit dem Namen "Anleitung zum Freischalten der Logik von LOCON 100-PB; LOCON 200(-PB) & ROTARNOCK 100(-PB)" verfügbar.

Externe Beschaltung

Wie erfolgt der Umbau von LOCON 32-HC oder LOCON 32-PM auf LOCON 24?

Einleitend wird darauf hingewiesen, dass sich diese Beschreibung auf ein LOCON 32-HC bezieht, welches als Gebertyp "absolut parallel 360" konfiguriert ist/war. Das LOCON 24 muss dann im Artikeltext auch dieses "O360" enthalten.

LOCON 24 Signal LOCON 32-HC LOCON 32-PM
X1 PIN 1 OUT 1 X10 PIN 2 X1 PIN 1
X1 PIN 2 OUT 2 X10 PIN 1 X1 PIN 2
X1 PIN 3 OUT 3 X10 PIN 4 X1 PIN 3
X1 PIN 4 OUT 4 X10 PIN 3 X1 PIN 4
X1 PIN 5 OUT 5 X10 PIN 6 X1 PIN 5
X1 PIN 6 OUT 6 X10 PIN 5 X1 PIN 6
X1 PIN 7 OUT 7 X10 PIN 8 X1 PIN 7
X1 PIN 8 OUT 8 X10 PIN 7 X1 PIN 8
X1 PIN 9 OUT 9 X10 PIN 10 X1 PIN 9

... mehr

Modelle

Was ist beim Einsatz von LOCON 200 in Verbindung mit TERM 24 zu beachten?

Sollte ein (abgekündigtes) Gerät durch ein LOCON 200 ersetzt werden und es befindet sich ein TERM 24 im Aufbau, dann muss die Firmware des TERM 24 auf jeden Fall aktualisiert werden. Zur Aktualisierung muss das Gerät zu uns eingeschickt werden.

Gibt es einen Unterschied zwischen den Geräten TN65 und ROTARNOCK?

Artikelbezeichnung

Bei beiden Bezeichnungen handelt es sich um ein und dasselbe Gerät. ROTARNOCK drückt die Gerätefamilie aus und TN65 ist der spezielle Typ bzw. die Artikelbezeichnung.

Beispiel: Mit ROTARNOCK 100 wird die ROTARNOCK-Familie 100 beschrieben. Die Aufschlüsselung der Artikelbezeichnung können Sie dem nebenstehenden Bild entnehmen. Sollten Sie Fragen zur Bestellbezeichnung haben oder eine Alternative für ein abgekündigtes Gerät benötigen, helfen wir oder unsere Vertriebspartner Ihnen gerne weiter.

Wie ändert man die PROFIBUS Ident Nummer?

Um die PROFIBUS Ident Nummer von 3606H auf 3231H zu ändern muss das ROTARNOCK 100-PB über eine serielle Kommunikation (RS232) mit dem PC verbunden sein. Dabei gilt folgende Kabelbelegung für die serielle Kommunikation:

PC PIN2 (Rx) ↔ ROTARNOCK 25pol D-Sub PIN17 (Tx ROT)
PC PIN3 (Tx) ↔ ROTARNOCK 25pol D-Sub PIN18 (Rx ROT)
PC PIN5 (GND) ↔ ROTARNOCK 25pol D-Sub PIN25 (GND)

Ein entsprechendes Programmierkabel inklusive Steckernetzteil ist unter der Artikelnummer V3467 zu bestellen (V3467 - Programmierkabel für ROTARNOCK - 232/PB).

Auf dem PC muss die Software WINLOC32 installiert und gestartet sein. In "Extras → Optionen → Port" werden die Schnittstellenparameter eingegeben.

Wird das ROTARNOCK nun mit Spannung versorgt, so öffnet sich selbstständig ein Fenster und das Gerät bringt seine Einschaltmeldung z.B.: R100-48-O4096-PB(126)-232 V3.54 Ok Nun in WINLOC32 mit einem "Linksklick" hinter das letzte Zeichen den Cursor setzen und über die Tastatur "STRG/CTRL" gedrückt halten und "n" tippen. Es folgt die Sicherheitsabfrage: Ident-Nr=3606H, change to 3231H (Y/N)? N Diese Abfrage muss innerhalb von 3 Sekunden mit "y" bestätigt werden und es folgt die Bestätigung: New Ident-Nr = 3231H Nach einem Neustart verwendet das Gerät die neue Ident Nr. und kann in Betrieb genommen werden.

Nach der gleichen Prozedur lässt sich die Ident Nr. auch wieder von 3231H auf 3606H ändern.

Wie ersetzt man ein ROTARNOCK 1/2/3/4 durch ein ROTARNOCK 100?

Es gibt zwei Möglichkeiten um den Austausch vorzunehmen.

1. Austausch mit der komfortablen Programmiersoftware für Nockensteuerungen WINLOC 32 (empfohlene Vorgehensweise):

Lesen (Datei->Upload) Sie das auszutauschende ROTARNOCK mit der Software WINLOC 32 aus und speichern (Datei->Speichern) es auf der Festplatte oder öffnen Sie ein vorhandenes Konfigurationsfile.

Wechseln Sie von der aktuellen Ansicht durch Klicken auf den Schriftzug Konfiguration auf der linken Seite des Konfigurationsfiles in die Ansicht Gerätekonfiguration.

Aktivieren Sie alle Auswahlbuttons auf der rechten Seite. Notieren Sie bitte folgende Werte sofern angezeigt: Geberauflösung, Art der Totzeitkompensation (TZK) , Anzeigefaktor, TZK Funktion, Drehrichtung, Run-Control und die Nullpunktverschiebung.

Wichtig: Vor dem Ausbau des alten Gerätes notieren Sie sich die angezeigte Position im Stillstand (am besten in Grundstellung, sofern möglich)!

Schließen Sie nun das ROTARNOCK 100 an und führen ein Upload durch oder öffnen ein vorhandenes Konfigurationsfile. Sowohl das ROTARNOCK 100 als auch das vorhandene Konfigurationsfile sollten jungfräulich sein, ansonsten ist keine Konfiguration möglich. Wie man das ROTARNOCK 100 in den Auslieferungszustand versetzt, finden Sie hier.

Wechseln Sie die aktuelle Ansicht durch Klicken auf den Schriftzug Konfiguration.

Führen Sie nun die Konfiguration durch einen Klick auf Gerätekonfiguration auf der rechten Seite des Fensters aus. Tragen Sie hierbei den Wert für die virtuelle Auflösung ein und wählen die Totzeitart (ITC-Typ) aus und bestätigen mit OK.

Nun wechseln Sie erneut in die Konfigurationsansicht und aktivieren alle Auswahlbuttons auf der rechten Seite. Übertragen Sie die zuvor notierten Werte des alten ROTARNOCK's in das neue. Sofern Sie sich den Wert RunControl=yes notiert haben, müssen Sie bei ROTARNOCK 100 den Run-Control-Ausgang auf I/O16 setzen und den Run-Control-Typ auf blink!

Wichtiger Hinweis: Je nach Konstruktion der Anlage gibt es verschiedene Sicherheitsmechanismen. Wenn Sie nun fortfahren, die Nockenwerte zu übertragen und das Gesamtprogramm in das ROTARNOCK herunterladen, sind die Ausgänge in Abhängigkeit der Position und der Nockenwerte direkt aktiv. Dies kann zu ungewolltem "Schrott/Bruch" der Anlage führen. Wir empfehlen zuerst die Nullpunkteinstellung vorzunehmen, bevor die Nockenwerte in das Gerät geladen werden.

Laden Sie die neu erstellte Konfiguration durch Download in das ROTARNOCK 100.

Bauen Sie nun das ROTARNOCK 100 ein und verändern den Wert der Nullpunktverschiebung solange (oder verändern die Achse mechanisch), bis die aktuell angezeigte Position gleich der vorher notierten Position ist. Es gibt viele verschiedene Wege die Nullpunktjustierung vorzunehmen. Diese werden auch manchmal kombiniert. Führen Sie daher nach der Justierung erneut ein Upload durch. In WINLOC 32 werden die Nockenwerte, Totzeiten und Ausgangsnamen durch Extras -> Daten übertragen vom alten Konfigurationsfile in das neue übertragen. Diese Funktion steht nur in der Komfortversion von WINLOC 32 zur Verfügung.

Gerne helfen wir Ihnen auch ohne Komfortversion die Daten zu übertragen. Senden Sie uns dazu eine Email mit den beiden Konfigurationsdateien an hotline@deutschmann.de. Sind die Daten übertragen und verifiziert, so kann die nun vollständige Datei gespeichert und ins Gerät geladen werden. Damit ist der Austausch abgeschlossen.

2. Austausch mit manueller Konfiguration und Programmierung mit TERM 6 oder TERM 24 (mit aktueller Firmware):

Von dem auszutauschenden ROTARNOCK sollten folgende Informationen vorliegen: Auflösung, Totzeitart, Drehrichtung, angezeigte Position vor dem Ausbau (am besten in Grundstellung) sowie alle Nockenwerte mit Totzeiten. Hinweis: Sollte Ihr Altgerät die Option R - RunControl haben, so müssen Sie das Gerät mit WINLOC 32 konfigurieren.

Den Austausch durchführen. Über das TERMINAL nun die (virtuelle) Auflösung und die Totzeitart entsprechend einstellen. Die Vorgehensweise ist im entsprechenden Handbuch beschrieben.

Danach erfolgt, falls erforderlich, die Anpassung der Drehrichtung und darauf folgend die Einstellung des Nullpunktes. Das TERM sollte nun die gleiche Position anzeigen wie vor dem Umbau.

Jetzt kann mit der Eingabe der Nocken und Totzeiten begonnen werden und abschließend die Anlage getestet und in Betrieb genommen werden.

Anmerkung: Auch wenn diese Vorgehensweise sehr kurz ist und einfach klingt muss sehr sorgfältig vorgegangen werden. Das Eingeben vieler Nocken ist zeitaufwändiger als mit WINLOC 32.

Software-Tools

Konfigurations- Programmiersoftware für Nockensteuerungen?

Für alle Deutschmann-Nockensteuerungen (NS) gibt es eine Konfigurations- und Programmiersoftware WINLOC 32.

Die Software ist in der Basisversion kostenlos (im Downloadbereich und auf Support-DVD) und verfügt bereits in dieser Version über umfangreiche Funktionen. Die Nockensteuerung kann ausgelesen, konfiguriert und programmiert werden. Auch lassen sich diese Dateien abspeichern. Mittels eines kostenpflichtigen »keys« werden die Komfortfunktionen freigeschaltet (Onlinefunktionen, komfortables Kopieren und Verschieben von Programmen...). Eine einmal gekaufte Lizenz gilt für alle vorhandenen und folgenden Programmversionen.

Bei Nockensteuerungen mit RS232 Schnittstelle kann das Gerät direkt mit der COM-Schnittstelle am PC verbunden werden (die Kabelbelegung ist dem entsprechenden Handbuch zu entnehmen). Das Signal Tx der NS muss mit dem Signal Rx des PC's und umgekehrt verdrahtet werden. Auch der GND ist mit aufzulegen.

Bei Nockensteuerungen mit DICNET(485)-Schnittstelle muss ein DICADAP3 verwendet werden, um das Gerät mit dem PC verbinden zu können. Dabei werden die DIC+ und DIC- Leitungen jeweils miteinander verbunden. Am physikalischen Ende der Leitung muss die Terminierung erfolgen. Diese erfolgt durch Verbinden der Signale "DICNET +" mit "R+" und "DICNET-" mit "R-".

Wie und wo trägt man den WINLOC 32 Komfortversion Lizenz-Schlüssel ein?

Zuallererst starten Sie WINLOC 32. In der Menüzeile "Extras" → "Optionen" auswählen. Es öffnet sich ein Fenster. Wechseln Sie ggf. auf Register "Lizenz". Nun den von uns erhaltenen Lizenzschlüssel eingeben.

Hinweis: Wenn Sie beginnen, den key einzutragen wird die Zeile "licence code valid" rot dargestellt. Ist dieser richtig eingetragen, so wird dieser grün. Jedes eingebenen Zeichen wird als "*" dargestellt.

Eine einmal erworbene Lizenz kann für alle folgenden Versionen weiterverwendet werden. Eine WINLOC 16 Lizenz funktioniert auch mit WINLOC 32.

UNIGATE

Wie führt man beim UNIGATE eine Firmware-Aktualisierung durch?

Eine Anleitung finden Sie auf der Seite Firmware-Aktualisierung.

Probleme bei der RS232 Verbindung zwischen UNIGATE und PC?

Das UNIGATE sendet Einschaltnachricht, aber WINGATE sagt „no Gateway found“. Rx Leitung am UNIGATE nicht richtig verbunden. Überprüfen der Leitung mit einem Messgerät (Digitalvoltmeter): zwischen GND und Rx = 7 V; sowie GND und Tx = 7 V. Die 7 V können schwanken zwischen 6 und 9 V müssen aber an einem Gerät gleich sein. Ist eine der beiden Verbindungen 0 Volt, ist Rx und Tx vertauscht bzw. fehlerhaft angeschlossen.

Wie verbindet man ein UNIGATE mit der RS232 Schnittstelle (COM Port) am PC?

Am PC COM Port befindet sich ein 9poliger D-Sub Stift Anschluss mit der Belegung:

PIN 2 - Rx (vom PC aus gesehen)

PIN 3 - Tx (vom PC aus gesehen)

PIN 5 - GND

Beispiel:

Am UNIGATE CL ist am X1

PIN 1 - Rx 232 (vom UNIGATE aus gesehen)

PIN 2 - Tx 232 (vom UNIGATE aus gesehen)

PIN 3 - AP-GND

Allgemein muss also immer der Rx des PC's mit dem Tx des UNIGATE's verbunden werden und der Tx des PC's mit dem Rx des UNIGATE's. Der GND ist auch immer mitaufzulegen.

Für das obige Beispiel ergibt sich die Kabelbelegung:

UNIGATE X1 PIN1 ↔ PC PIN3

UNIGATE X1 PIN2 ↔ PC PIN2

UNIGATE X1 PIN3 ↔ PC PIN5

Gibt es beim UNIGATE einen "Testmode"?

Ja, es gibt einen Testmodus.

Um das Gerät in den Testmodus zu bringen, muss der Interface-Schalter in Stellung »RS232« gebracht werden und die beiden Drehkodierschalter auf der seriellen Seite (S4+S5) auf »EE« gestellt werden.

Nach dem Neustart sendet das UNIGATE auf der seriellen Seite im Sekundentakt ein Byte von »0-F« (manche Geräte führen zuvor einen 15-30 sekündigen Selbsttest durch). Auf dem Feldbus erfolgt diese Ausgabe im gleichen Muster mit der Länge in Abhängigkeit von der eingestellten Busbreite. Werden Nutzdaten an das UNIGATE gesendet (seriell und Feldbus) so werden diese vom UNIGATE zurückgesendet (ECHO).

Wie bekommt man ein eigenes Script in das Gerät?

Hinweis: Verwenden Sie immer die jeweils aktuelle Version der entsprechenden Software.

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, ein Script ins UNIGATE zu laden.

Möglichkeit 1 - über die serielle (Applikations-) Schnittstelle:(gilt für ALLE UNIGATE SC, IC & CL) Das erstellte Script muss mit dem PROTOCOL DEVELOPER kompiliert werden durch "File → save compiled file" (das Script erhält die Datei-Endung *.dcs), damit das Script über diese Prozedur vom Gerät angenommen wird. Um das Script in das Gerät zu laden, muss das Gerät in den Konfigurationsmodus versetzt werden. Der Script-Download kann mit der Software WINGATE durch "File → Write Script" eingeleitet werden. Mit der Software SPT (ScriptProgramTool) wird der Download durch "File → Open file and program" gestartet.

Möglichkeit 2 - über die DEBUG-Schittstelle und die Software PROTOCOL DEVELOPER:(gilt für ALLE UNIGATE IC & CL sowie für UNIGATE SC mit der Option "DB"). In diesem Fall muss die DEBUG-Schnittstelle des Gerätes mit einem PC COM-Port verbunden werden. In der Software PROTOCOL DEVELOPER und nachträglichem Einschalten des Gerätes (NICHT im Konfigurationsmodus) erscheint die Meldung "Device started in Debug mode" in der unteren linken Ecke. Jetzt kann mit "DEBUG" der Download begonnen werden.

Wie setzt man das UNIGATE in den Konfigurationsmodus (Configmode)?

Bei allen Deutschmann UNIGATEs (außer UNIGATE CL & UNIGATE IC) muss der Interface-Schalter auf »RS232« und die beiden Drehkodierschalter S4 + S5 auf der seriellen Seite auf »FF« gestellt werden. Beim UNIGATE CL ist die RS232- Schnittstelle automatisch durch die Schalterstellung von S4 + S5 mit »FF« aktiv. Bei Verwendung des UNIGATE IC muss auf dem Basisboard der J17 durch einen Jumper geschlossen werden oder aber der Schalter "Mode" auf Stellung "Config" gesetzt werden.

Nach einem Neustart des Gerätes bringt das Gerät über die Applikationsschnittstelle (NICHT DEBUG!) die Einschaltmeldung in einem Terminalprogramm (z.B. WINGATE):

IC-PB-SC PV5.9B[30] (c)dA Script(2k)="Leer" Author="Deutschmann Automation GmbH" Version="1.0" Date=21.08.2001 SN=xxxxxxxx ID=1 Konfigmode...

Dadurch weiß man, dass sich das Gerät nun im Konfigurationsmodus befindet.

Praxistipp: Beim UNIGATE CL, RS und SC wird der Konfigurationsmodus optisch angezeigt, indem die RS-"State" LED rot blinkt.

Umstieg UNIGATE SC zu UNIGATE CL?

Einen wesentlichen Unterschied gibt es zwischen UNIGATE SC und UNIGATE CL: bei den UNIGATE SC Geräten gibt es einen Hardwareswitch „232 <->485“. Diesen gibt es beim UNIGATE CL nicht. Dafür hat das UNIGATE CL immer alle Schnittstellen (RS232/RS485/RS422) on Board. Man muss aber beachten, wenn man nicht die RS232 benutzt, dann MUSS man im Script extra einen
 Set ( RS_Type, [?] )
Befehl ausführen.

Speziell bei der PROFIBUS-Variante gibt es noch den Unterschied der IDentNumber: das UNIGATE CL-DP braucht die GSD Datei UGIC3218.gsd.

Unterstützt UNIGATE IC SPI?

Ja, das UNIGATE IC unterstützt SPI. Aktuelle UNIGATE IC Pinout-Liste im XLS Format. Pin 3 ... 7 ist für den SPI Master. (SPI Slave nur auf Anfrage.)

Wir unterstützen 2 verschiedene SPI Funktionen: SPI Slow und normal SPI. Für SPI Slow kann das Beispiel "example_SPI_slow.dss" genutzt werden. Für die normale SPI, steht das Beispiel "example_SPI.dss" zur Verfügung (nicht verfügbar für FIDO basierende Hardware: PROFINET, EtherNet/IP). Für auf FIDO basierende Hardware kann das Beispiel "example_SPI_Pinout_Real.dss" verwendet werden. I2C wird momentan nicht unterstützt.

Wie kann man eine Verbindung zwischen zwei Netzen (PROFIBUS / PROFINET) herstellen?

Um eine Verbindung zwischen zwei Netzen (PROFIBUS / PROFINET) herzustellen, kann man ein UNIGATE CX nehmen. Im Auslieferungszustand sorgt die default Einstellung für einen transparenten Datenaustausch zwischen beiden Feldbussystemen. Man muss beachten, dass das UNIGATE CX als Slave Teilnehmer arbeitet, d.h. in jedem Netz muss ein Master die Kommunikation übernehmen.

Feldbus

CANopen

UNIGATE CO (M)-PROFIBUS DP
Probleme nach Download eines bestehenden bzw. alten GWC-File in ein Neugerät.

Mit dem Konfigurations-Tool Wingate kann das gewünschte GWC-File zunächst geöffnet werden. Danach Neugerät starten und Download durchführen. Anschließend ein Upload vom Gerät durchführen. Der Parameter „CAN Baudrate“ steht nun auf 125 kBd. Wenn die Baudrate über den DIP-Switch eingestellt wird, muss dieser Parameter geändert werden. Dazu muss der Parameter angewählt werden. Mittels Doppelklick wird ein Fenster geöffnet, indem dann „DIP-Switch“ ausgewählt werden muss. Danach nochmals einen Download durchführen. Im Anschluss daran kann diese Änderung bzw. dieser „neue“ GWC-File abgespeichert werden.

Bei einem weiteren Download dieses „neuen“ GWC-Files in ein Neugerät, ist der Parameter „CAN Baudrate“ jetzt entsprechend gesetzt und muss nicht erneut geändert werden.

CANopen (Master) - PROFIBUS DP (Slave) ersetzen
  1. Start WINGATE:
  2. Verbinden Sie die RS232 vom PC zum UNIGATE (3 Kabel, 3-poliger Anschluss)
  3. Spannungsversorgung anschließen
  4. Laden Sie die Datei hoch
  5. Speichern Sie Ihre Datei ab
  6. Schalten Sie das alte UNIGATE ab
  7. Schließen Sie das neue UNIGATE an (siehe Schritt 1)
  8. Danach klicken Sie auf "Datei - Download" (write to device)


Im WINGATE-File wird die Adresse 0x14 auf 0 gesetzt

Die Konfigfile muss unter der neuen Firmware V2.60 in WINGATE mit der Einstellung "Baudrate: DIP Switch" neu gespeichert werden.

DeviceNet

Wie viel Strom zieht das UNIGATE IC an der DeviceNet Versorgung 24 Volt Anschluss, PIN 17?

Die Stromaufnahme beträgt max. 35mA.

EtherNet/IP

Wie stellt man auf EtherNet/IP 2Port um?

Mehr Informationen hierzu finden Sie auf der Seite Umstellung auf 2-Port-Geräte.

Meine SPS kann keine Verbindung zu meinem EtherNet/IP Gerät herstellen. Woran kann das liegen?

Möglicherweise haben Sie in Ihrer SPS eine Unicast-Verbindung konfiguriert. Bei Verwendung der Software RSLogix 5000 von Rockwell können Sie dies im Module-Properties-Dialog des UNIGATE Moduls überprüfen. Stellen Sie sicher, dass unter der Registerkarte "Connection" die Option "Use Unicast Connection over EtherNet/IP" deaktiviert ist.

Warum zeigt die Funktion ReadNewObjectDataEIP eine Änderung der Eingangsdaten an, obwohl die Daten identisch sind?

In den zyklischen Datenpaketen wird neben den Nutzdaten auch ein Zählerwert übertragen. Dieser Zähler kann von der SPS entweder in jedem Zyklus inkrementiert werden, oder aber nur bei einer Änderung der Nutzdaten. Der Befehl ReadNewObjectDataEIP zeigt eine Änderung an, wenn sich der Zählerwert ändert.

Kann man mit einem EtherNet/IP-Gerät nur eine gerade Anzahl Bytes übertragen?

Nein, ab der Firmware-Version 4.0 kann die Anzahl der Bytes, die pro Zyklus übertragen wird, auch ungerade sein (z. B. 7 Byte Input, 3 Byte Output).

Läßt sich eine Trennung der Stromversorgung durch eine Scriptanpassung bei einem UNIGATE EtherNet/IP mit Firmware 4.0 vermeiden?
Das UNIGATE muss nach dem Setzen der IP Adresse über
 "Set (FieldbusID,"
neugestartet werden. Das ist leider programmtechnisch nicht anders machbar, da die IP Adresse schon beim Booten aus dem EEROM Bereich gelesen wird, um den Ethernetteil des Feldbusstacks starten zu können. Wenn dieser Teil sauber gestartet ist, fängt erst unsere Applikation an (also das Script).

Fast Ethernet

Gibt es ein Beispiel für die Web-Server Funktionalitäten?

Ja, es gibt ein Beispiel, welches nach der Installation des Protocol Developers verfügbar ist.

  1. Starten Sie das UNIGATE CL-FE im Konfigurationsmodus (Config-Mode)
  2. Setzen Sie das Gerät zurück (WINGATE: Options → Reset Device)
  3. Speichern Sie das Script-Beispiel (Wingate: File → Write Script ... :\Software\ProtocolDeveloper\Example\08 Bus specific\Fast Ethernet script.dcs
  4. Stellen Sie die IP-Adresse und die Subnet-Maske ein (Vergessen Sie nicht die Datei herunterzuladen)
  5. Starten Sie das UNIGATE im Run-Modus (S4 und S5 nicht „FF“ und nicht „EE“)
  6. Starten Sie einen FTP Client, wie Total Commander. Stellen Sie eine FTP Verbindung her. (Benutzername und Passwort: „deutschmann“)
  7. Verzeichnis: Flash
  8. Kopieren Sie die Datei „index.html“ auf das UNIGATE
  9. Starten Sie Ihren Browser und geben Sie die in WINGATE angelegte IP-Adresse an
  10. Wenn Sie die Seite aktualisieren (F5) sehen Sie dass sich der Zahlenwert erhöht.
Gibt es mittlerweile bei den UNIGATE CL Geräten mit RJ45 Buchse den Temperaturbereich bis -40°C?

Bei den UNIGATE CL haben wir keine Änderungen vollzogen. Hier haben wir nur die Aussage des Herstellers, dass -40°C kein Problem sind, wenn bei diesen Temperaturen keine Steckverbindungen durchgeführt werden. Bei unserer Erweiterungskarte für UNIGATE CL und beim UNIGATE FC ist ein RJ45 für -40°C eingesetzt.

PROFIBUS

Bei der Inbetriebnahme eines PROFIBUS-Slaves sieht man keine Eingangsdaten und man kann auch keine Daten an das Gerät senden.

Bei CPU's der Firma Siemens ist nur ein direkter Zugriff bis 4 Byte möglich. Sollen Nutzdaten > 4 Byte gelesen bzw. beschrieben werden, so muss der Zugriff über den SFC14 (lesen) und SFC15 (schreiben) erfolgen. Weitere Informationen finden Sie in der Hilfe der Projektierungssoftware.

Wie kann man das UNIGATE IC PROFIBUS DPV1 5V ohne 485 Treiber einsetzen und wie viel Strom kann der DC/DC Wandler auf der Feldbusseite leisten?

Deutschmann setzt einen 1W-DC/DC Wandler ein, der bei 5v 200mA versorgen kann. Von diesen 200mA benötigen wir auf der Platine ohne Treiber selbst deutlich weniger als 50mA, so dass für den Anwender 150mA verbleiben, die sicherlich ausreichend sind.

Slave ID ändern über SPS

ID wird im EEROM gespeichert.

var LBusState     : Long ;
var L0xE0         : Long ;         moveconst ( L0xE0, 0xE0);
 
BusStart ;
//Wait ( Bus_Active ) ;
 
:LoopBusState;
Get ( ReadBusState , LBusState ) ;
if LBusState less L0xE0 then :LoopBusState;   //!!! neu
Welche GSD Datei ist für mein Gerät?

Wir unterscheiden zwischen 2 Varianten; DPV0 und DPV1. Welches Gerät man vor sich hat, kann man der Artikelbezeichnung entnehmen. Ein »DP« steht für DPV0; ein »DPV1« für sich selbst. Das UNIGATE IC-DPL und UNIGATE CL ist ein DPV1 Gerät.

Im Downloadbereich gibt es für das entsprechende Gerät auch nur die jeweils gültige GSD Datei zum Download.

Ein DPV1 Slave ist abwärtskompatibel und kann auch im DPV0 Modus laufen. Es muss aber trotzdem die DPV1 GSD Datei verwendet werden.

DPV0 Slave → GSD Datei »DAGW2079.GSD«

DPV1 Slave → GSD Datei »UGIC3218.GSD«

Wie erstellt man eine andere Konfiguration bei einer GSD Datei?
Konfiguration erstellen

In einigen Konfigurationstools wie Step 7 kann ein "Universal Modul" verwendet werden, dies wird im GSD file nicht erwähnt. Dies scheint ein spezielles Feature zu sein. In diesem Modul kann jede Größe gewählt werden.

Slave ID über den Master setzen

Wird die Slave ID über einen Master gesetzt und dabei das MSB gesetzt („Slave Adresse kann nicht mehr verändert werden“), kann man das Flag nur durch ein „Reset Device“ mit WINGATE im Konfigmode zurückgesetzt werden. Achtung: Dabei wird das EEROM neu initialisiert und das Script gelöscht.

Wie realisiert man die Umsetzung vom Feldbus ↔ Modbus RTU (Master)?

Stellvertretend für alle UNIGATEs und die damit unterstützten Feldbusse bezieht sich diese Vorgehensweise auf ein UNIGATE CL-PROFIBUS DPV1. Das UNIGATE CL wird mit einem Universalscript ausgeliefert, welches es ermöglicht das "Modbus RTU (Master)" Protokoll sehr einfach einzustellen. Eine genaue Anleitung, wie man das Gerät konfiguriert, finden Sie hier.

Hinweis: Sollten Sie mehrfach hintereinander das gleiche Register auslesen wollen, so sollte der Paramter "Data Exchange" auf "On Trigger" gesetzt werden. In diesem Fall erwartet das UNIGATE im ersten Byte vom Feldbusmaster das togglebyte.

Anwendung:

Der Feldbusmaster erfragt (read holding register = 03) vom Modbus Slave mit der ID=2 das Register "4567" mit der Länge von 1 Wort. Die resultierende Anfrage des Profibus-Masters an das UNIGATE ergibt:

02 03 45 67 00 01

(ID=2, read register=03, Register=4567 und Länge in Worten high + low=0001)

Das UNIGATE setzt die Daten auf Modbus um und fügt die Checksumme (=xx) hinzu:

02 03 45 67 00 01 xx

Als Antwort bekommt das UNIGATE vom Modbus Slave mit der ID=2 die Antwort:

02 03 02 03 E8 xx

(ID=2, read register=03, Länge in Bytes=02, Wert des Registers4567=03E8 und Checksumme=xx)

Das UNIGATE legt die Antwort des Modbusslaves auf den Feldbus:

02 03 02 03 E8

Somit ist eine vollständige Anfrage des Feldbusmasters auf Modbus umgesetzt worden und die Antwort des Slaves wiederum auf den Feldbus ausgegeben worden. Die oben genannte Vorgehensweise beschreibt die Funktion des UNIGATE RS, UNIGATE CL mit Universalscript und konfigurierten Mobus-RTU(Master) Protokolls sowie unsere Scriptbeispiele Modbus-RTU(Master). Es gibt auch Applikationen, in denen nur über ein 1Byte Kommando des Feldbusmaster das UNIGATE ein entsprechendes Register auslesen soll oder aber auch dass das UNIGATE zyklisch immer ein und das gleiche Register liest. Mit unserem UNIGATE CL, SC und IC ist das problemlos möglich. In diesen beiden Fällen muss das Script lediglich diesbezüglich angepasst werden. Nutzen Sie dazu unsere Scriptbeispiele.

PROFINET

Wie kann man Deutschmann PROFINET Geräte an eine S7 anschließen?

Eine Schritt für Schritt Anleitung können Sie unserem PDF Download entnehmen [1].

Wie kann man ein UNIGATE mit PROFINET-Schnittstelle testen?

Sie können Ihr PROFINET Gerät (UNIGATE CL-Profinet, UNIGATE IC-Profinet bzw. UNIGATE FC-Profinet) mit unserer kostenlosen PROFINET Modul Software testen. Sie benötigen dazu lediglich einen Microsoft Windows Computer mit Ethernet-Anschluß. Die PROFINET Modul Software ist Teil unserer Starterkit Softwaresammlung, die Sie im Download-Bereich herunterladen können.

Warum kann man dem UNIGATE keinen Gerätenamen zuweisen?

Der Gerätename unterliegt bei PROFINET einer Namenskonvention. Die Verwendung von Großbuchstaben ist beispielsweise nicht erlaubt.

Script mit Stationsname
Script mit Stationsname

Es muss im Script ein BusStart erfolgen, dann wird der Name dem Stack übergeben im PROFINET Master angezeigt. Allerdings wird der Name nur temporär übergeben. D.h., wenn das UNIGATE im Konfigmode gestartet wird, wird der Name aus der Datei devname.txt genommen. Wird dann im PROFINET Master ein Name gesetzt ist dieser wirksam.

Darf man GSDML-Dateien umbenennen?

Die GSDML-Spezifikation definiert ein Schema für die Namensgebung von GSDML-Dateien. Der Dateiname folgt einem festen Aufbau. Er beginnt mit dem Schlüsselwort „GSDML“ und enthält u. a. den Hersteller- und den Produktnamen. Die im Dateinamen enthaltenen Informationen werden z. B. von Projektierungs-Software ausgewertet. Aus diesem Grund darf der Dateiname nicht verändert werden.

Warum geht die SPS bei Empfang einer Diagnosemeldung/eines Alarms in den Zustand Stop?

Möglicherweise fehlt Ihrer SPS ein Organisationsbaustein. Bitte beachten Sie hierzu den folgenden Beitrag.
Siemens FAQ: Welche Organisationsbausteine müssen Sie in die CPU laden, damit sie beim Ausfall der dezentralen Peripherie nicht in den Zustand STOP wechselt?

Baureihe

UNIGATE CL

Kann man ein Konfigurationsfile der Serie UNIGATE RS auch für UNIGATE CL verwenden?

Wir werden die UNIGATE CL Geräte, sofern noch nicht geschehen, mit einem "UNIVERSAL" Script ausliefern. Dieses Script verhält sich dann so, als ob es sich um ein UNIGATE RS handelt. Das bedeutet, dass das UNIGATE CL über die Konfigurationssoftware WINGATE parametriert werden kann.Ein "altes" UNIGATE RS Konfigurationsfile ist nicht kompatibel mit dem des UNIGATE CL. Soll ein UNIGATE RS auf UNIGATE CL umgestellt werden, dann muss einmalig über WINGATE das UNIGATE CL ausgelesen werden und die Protokoll Einstellungen vorgenommen werden. Diese Konfiguration kann dann in gewohnter Weise abgespeichert und für Geräte des gleichen Typs wiederverwendet werden.

Hinweis: Wird ein "Reset Device" bei einem UNIGATE CL durchgeführt, dann geht das "UNIVERSAL" Script verloren und muss neu eingespielt werden.

Ich will mein UNIGATE SC-PB Script ins UNIGATE CL-PB laden. Die PROFIBUS State LED bleibt rot und/oder die serielle Kommunikation klappt nicht.

Dieses "Phänomen" hat zwei Ursachen:

  1. Das UNIGATE SC-PB benötigt als GSD-Datei die "DAGW2079.gsd" und das UNIGATE CL-PB benötigt die "UGIC3218.gsd".
  2. Die Schnittstelle bei UNIGATE SC-PB wird über den Schalter "Interface" eingestellt und bei UNIGATE CL-PB im Script.

Abhilfe:

  1. Entweder man ändert im PROFIBUS Master in der Hardwarekonfiguration die GSD Datei für das UNIGATE CL-PB in "UGIC3218.gsd" oder man ändert im Script die IdentNummer ab in "2079" durch den Befehl:
 Set ( IdentNumber , 0x2079 ) ;  //default: 0x3218

Nach dem Scriptdownload verhält sich das UNIGATE CL-PB nun wie ein UNIGATE SC-PB am PROFIBUS.

  1. Die Schnittstellen beim UNIGATE CL-PB muss im Script definiert werden durch den Script Befehl:
 Set ( RS_Type , RS232 ) ; //oder RS485 oder RS422
Wie konfiguriert man das UNIGATE CL mit WINGATE?

Hinweis: Diese Anleitung bezieht sich auf die Konfiguration des UNIGATE CL in Verbindung mit dem Universalscript.

Um das UNIGATE CL konfigurieren zu können muss die aktuelle Version der Software WINGATE auf dem Rechner installiert sein.

Im nächsten Schritt muss das UNIGATE CL über die Applikationsschnittstelle X1 mit dem PC verbunden sein. Die erforderliche Beschaltung finden Sie hier.

Damit WINGATE das Gerät konfigurieren kann muss sich das "Universalscript Deutschmann" im Gerät befinden. Wenn die Software WINGATE ausgeführt wird und das UNIGATE neu gestartet wird so erhält man im unteren Teil von WINGATE die Einschaltmeldung vom UNIGATE (Beispiel: V3553 UNIGATE CL-PROFIBUS DP): RS-PBV1-CL (232/422/485) V7.31[30] (c)dA Switch=0x01FF Script(16k)="Universalscript Deutschmann" Author="G/S" Version="V 0.2d" Date 24.07.2008 SN: 3553xxxx ID=1 Konfigmode...

WICHTIG: Bevor man diese Meldung (mit und ohne "Universalscript Deutschmann") nicht erhält können ALLE folgende Punkte nicht weiter durchgeführt werden!

Sollte sich das Script nicht im Gerät befinden, so kann dies über die Funktion File → Write Script (Das Script befindet sich auf der Support DVD unter: \Software\ProtocolDeveloper\Example\Universal\CL_Universal.dcs oder auch im Downloadbereich in der Kategorie "Software") in das UNIGATE geladen werden.

Nun kann das UNIGATE CL über File → Upload ausgelesen werden. Die beiden Optionen more items visible & more items editable müssen aktiviert werden um alle Funktionen setzen zu können.

Die Konfiguration selbst sollte von oben nach unten erfolgen. Die gewünschten Parameter können durch Doppelklick auf die entsprechende Zeile verändert werden.

Ist die Konfiguration abgeschlossen, so müssen die geänderten Werte durch File → Download ins Gerät geschrieben werden. Das UNIGATE bestätigt dies durch:

Download ok

Store data... ...

Restart

RS-PBV1-CL (232/422/485) V7.31[30] (c)dA Switch=0x01FF Script(16k)="Universalscript Deutschmann" Author="G/S" Version="V 0.2d" Date 24.07.2008 SN: 3553xxxx ID=1

Konfigmode...

Hiermit ist die Konfiguration abgeschlossen. Das Gerät ist nun spannungslos zu schalten, die Drehschalter am Gerät entsprechend einzustellen und mit der Applikation zu verdrahten. Das Gerät kann nun in Betrieb genommen werden.

Kann der Protokollkonver UNIGATE CL auch in lackierter Ausführung geliefert werden?

Das Lackieren dieser Baugruppe macht keinen Sinn, da die mechanischen Komponenten wie Drehkodierschalter, Steckerverbinder etc. nicht lackiert werden können und dadurch eine Unterbrechung vorliegt.

UNIGATE IC

Problem mit den virtuellen COM-Ports über USB

Wird das Developerboard UNIGATE IC-AB über die USB Schnittstelle verbunden, so ist folgende Vorgehensweise zu beachten:

  1. Stellen Sie alle Schalter, Drehschalter und Jumper gemäß des zu verwendeten UNIGATE IC ein.
  2. Verbinden Sie das Developerboard UNIGATE IC-AB über das USB Kabel mit dem PC/Laptop und versorgen Sie das Developerboard UNIGATE IC-AB mit Spannung über das mitgelieferte Steckernetzteil.
  3. Setzen Sie das UNIGATE IC in den Sockel des Developerboards UNIGATE IC-AB ein und stellen den Schalter POWER danach auf die Position ON. Jetzt erst erkennt das Betriebssystem des PC's die neuen virtuellen Schnittstellen und installiert bei der ersten Inbetriebnahme die Treiber.
  4. Führen Sie nun die entsprechende Softwareapplikation aus und wählen die (neue) Schnittstelle in den Optionen aus.
  5. Drücken Sie nun den Taster Reset. Nun meldet sich entweder das Gerät (sofern der Schalter Mode auf Config steht) mit der Einschaltmeldung oder das Script wird ausgeführt (Schalter Mode auf Run und die Software PROTOCOL DEVELOPER ist nicht gestartet) oder das Gerät startet im DebugMode (wenn Schalter Mode auf Run und Software PROTOCOL DEVELOPER ausgeführt wird).

Der Schalter POWER sollte also nicht mehr verändert werden, da dieser mit jeder Änderung von ON->OFF->ON wieder die virtuellen COM-Ports reinitialisiert.

Kann die Baugruppe UNIGATE IC lackiert werden?

Es spricht nichts dagegen die Baugruppe zu lackieren. Allerdings sollte die Endbaugruppe (das gesamte Kundengerät) zusammen lackiert werden. Das UNIGATE IC vorab zu lackieren stellt einen unverhältnismäßig hohen Aufwand und damit hohe Kosten dar (z.B. Einspielen der Software müßte vorher erfolgen, Abkleben der PIN's etc.). Daher bieten wir die UNIGATE IC Baureihe nicht lackiert an.

UNIGATE RS

Kann der Protokollkonverter UNIGATE SC/RS auch in lackierter Ausführung geliefert werden?

Das Lackieren dieser Baugruppe macht keinen Sinn, da die mechanischen Komponenten wie Drehkodierschalter, Steckerverbinder etc. nicht lackiert werden können und dadurch eine Unterbrechung vorliegt. Wir bieten für diese Anwendungen ein Alu-Druckguss-Gehäuse an.

PROTOCOL DEVELOPER

Das Protocol Developer Hilfefenster ist ohne Inhalt. Was kann man tun?

Microsoft Windows XP:

Standardmäßig muss das Hilfefile auf einem lokalen Laufwerk (z.B. C:\) vorhanden sein. Um das Hilfefile auch von einem Netzlaufwerk aufrufen zu können müssen die folgenden Zeilen in Notepad eingetragen werden und als "*.REG" Datei abgespeichert werden:

[REGEDIT4 [HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\HTMLHelp] 
[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\HTMLHelp\1.x\HHRestrictions] 
"MaxAllowedZone"=dword:00000001 "EnableFrameNavigationInSafeMode"=dword:00000001     
[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\HTMLHelp\1.x\ItssRestrictions] 
"MaxAllowedZone"=dword:00000001

Ist die Datei erstellt, wird diese durch einen Doppelklick ausgeführt. Der PC muss neu gestartet werden, damit die Änderungen übernommen werden. Weiter führende Informationen und eventuelle Risiken finden Sie auch unter: http://support.microsoft.com/kb/896358/de


Microsoft Windows Vista:

Standardmäßig wid der Zugriff auf Dateien vom Typ "*.CHM" verhindert. Um den Zugriff doch zu ermöglichen, über einen Rechtsklick auf die Dateieigenschaften unter Allgemein auf Zulassen klicken. Nun öffnet sich die Hilfedatei. Weiterführende Informationen finden Sie unter:

http://cid-d1db7a9e9596b166.spaces.live.com/blog/cns!D1DB7A9E9596B166!165.entry

WINGATE